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Wir konstruieren und bauen für Sie sowohl kundenspezifische Sonderanfertigungen aus Stahl und aus Edelstahl als auch Serienprodukte aus den Bereichen Schachtabdeckungen, Rohrleitungsteile, Löschwassersaugrohre, Brunnenköpfe samt Brunnensteigrohren, Reinigungs- und Regelorgane sowie Schachtausrüstungen und Bauwerksausstattungen wie Ventilationrohre, Entlüftungssysteme, Steigtechnik, Geländer, Gitterrostpodeste, Laufstege und Treppenanlagen. 

Der erste Innovationspreis der Wirtschaftszeitung verliehen Christine Hochreiter; Martin Angerer und Dr. Peter Terhart (3.v.l.) an das Team von Höllein Carolinenhütte Klaus Bittermann (2.v.l), Maximilian Höllein (3. v. r.) und Wadim Heinrich. Foto: Tino Lex ------ von Roman Hiendlmaier, MZ

Innovationspreis für einen Lebensretter - von Roman Hiendlmaier, MZ

Die Wirtschaftszeitung ehrt Höllein Carolinenhütte aus Kallmünz für Spezial-Siphon zur Eindämmung von Tunnel-Bränden. von Roman Hiendlmaier, MZ REGENSBURG. Die zündende Idee kam Wadim Heinrich beim Experimentieren mit seiner kleinen Tochter: Stülpt man über eine Kerze ein Glas, so erlischt die Flamme. Der Konstrukteur der Sparte Brandschutz von Höllein Carolinenhütte aus Kallmünz im Landkreis Regensburg erinnerte sich damals an die Anfrage einer Autobahnmeisterei, ob Höllein nicht helfen könnte, verheerende Tunnel-Katastrophen wie im Tauerntunnel oder im Mont-Blanc-Tunnel zu verhindern. Die Relevanz entschied Einige hundert Stunden Konstruktionsarbeit, einige hunderttausend Euro Investitionen und einige Jahre nach der häuslichen Spielstunde wurde aus diesem Gedankenblitz der erste Innovationspreis der Wirtschaftszeitung des Mittelbayerischen Verlags. „Beim Höllko-Brandabscheider handelt es sich um ein unscheinbares Produkt mit einem unscheinbaren Namen. Seine Relevanz ist jedoch unglaublich hoch – es kann sogar Leben retten,“ begründete Juryvorsitzender Dr. Peter Terhart die Wahl des sechsköpfigen Gremiums. Der einem kleinen, metallenen Kamin ähnelnde Flaschen-Siphon wird in das Entwässerungssystem von Tunneln eingebaut. Dort verhindert er im Falle eines Unfalls die Ausbreitung von Feuer durch brennende Flüssigkeiten wie Kraftstoffe oder Ladung. Bei der Brandkatastrophe im Mont-Blanc-Tunnel 1999, bei der 39 Verkehrsteilnehmer ums Leben kamen, wurde als Hauptursache für die hohe Opferzahl Tonnen brennender Margarine einer Lkw-Ladung ermittelt. Das entflammte Fett gelangte über Gullys unter die Fahrbahn und trat an weiteren Öffnungen wieder aus. Dadurch wurden die Verkehrsteilnehmer zwischen Brandherden eingeschlossen. Nach dem Prinzip des Kerzen-Experiments setzt hier der Brandabscheider an, indem er entzündete Flüssigkeiten in Rohr- oder Kanalsystemen löscht. „Damit können derartige Unglücke zwar nicht verhindert, aber ihre Folgen eingedämmt werden“, so Terhart. Bei der Überreichung des Preises durch Redaktionsleiter Martin Angerer im Regensburger BioPark freute sich Höllein-Geschäftsführer Klaus Bittermann, dass mit der Auszeichnung auch der Wille zum Fortschritt in traditionellen mittelständischen Unternehmen gewürdigt wurde. Das Familienunternehmen Carolinenhütte geht zurück bis ins 17. Jahrhundert. Mit dem Allacher Tunnel bei München hat der Brandabscheider laut Bittermann mittlerweile seinen ersten Einsatzort gefunden, weitere Verträge stünden vor dem Abschluss. Mittlerweile seien auch Versicherungen auf das Preisträger-Produkt aufmerksam geworden – sollten die den Einbau des Brandabscheiders mit geringeren Prämien für die Tunnelbetreiber belohnen, wäre das wohl der Durchbruch. Widmung an Raimund Höllein Ideengeber Wadim Heinrich hat diesen bereits hinter sich. Er hat sich selbst ausgezeichnet – mit seinem eigenen Konstrukteursbüro. Den Innovationspreis widmete er seinem Ex-Chef und Tüftler-Kollegen Raimund Höllein. Der 2011 verstorbene Senior-Chef der Carolinenhütte habe ihm gezeigt, dass zu einer zündenden Innovation auch Motivation gehört: Beide hatten im Hof der Firma die Form des Brandabscheiders perfektioniert – mit brennendem Benzin.

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